Die Bundeszentrale für politische Bildung hat auf seiner Website einen »Bericht« über DJs, Techno und Tanzvergnügen veröffentlicht. So lustig wie sich das anhört ist es auch.
Die unseres Erachtens für den “Lifestyle Techno” symptomatische Veranstaltung, der so genannte Rave, impliziert ein Tanz-Vergnügen, das so lange dauert, dass - tendenziell - jeder Teilnehmer an einem beliebigen Zeitpunkt in das Geschehen ein- und auch wieder aussteigen kann, ohne ein essentielles Ereignis zu versäumen.
Über den Arbeitsplatz eines DJs:
Sieht man von relativ neuen, quasi-sakralen Star-Inszenierungen[3] ab, dann fällt auf, dass der DJ sich so gut wie nie allein auf der Bühne aufhält, sondern typischerweise von einer mehr oder weniger großen Anzahl von Personen umgeben ist. Dabei handelt es sich zum einen um ablauftechnisch funktionale Personen am Pult (Stage-Manager, Ton-Techniker, Licht-Techniker, Reparaturdienstleistende, logistisches Personal), zum anderen um ablauftechnisch nicht-funktionale Personen (â€Freundeâ€, Freunde von “Freundenâ€, andere DJs, Freunde anderer DJs; Leute, die niemand kennt, die aber nicht weiter stören; Personen, die einfach unbedingt einmal auf die Bühne wollen usw.), und schließlich um ablauftechnisch dysfunktionale Personen am Pult (motorisch unkontrollierte Personen, aggressive Personen, belästigende Personen - kurz und mit den Worten von DJ Hardy Hard - bürgerlich Kay Lippert -: “Nerver und Fragerâ€).
Der ganze Artikel ist online bei bpb. Für mich wirkt er abschnittsweise sogar sehr ironisch, wenn nicht gar zynisch.
via Nerdcore
